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Die Balance des Lebens finden

Eine Schülerin der Mamre Patmos Schule Bielefeld

Der Traumschwinger

reaktiviert vernachlässigte Sinne!

ENTLASTUNG FÜR KÖRPER
UND GELENKE

Das haptisch sehr weiche, flexible und doch dichte Netzgeflecht gibt dem Schwingenden das Gefühl von Schweben, Gehaltenwerden und Geborgenheit. Durch eine besondere Elastizität des Baumwollfadens und die knotenfreie Knüpfung des Netzes wird eine hohe Belastbarkeit erreicht, bei der sich das Material natürlich und flexibel der Körperform anpasst. Ergonomisches Sitzen und Liegen wird in jeder Position unterstützt. Die Wirbelsäule wird immer gedehnt, der Druck gleichmäßig und flächig verteilt, die Druckbelastung somit genommen. Das bedeutet Entlastung für Körper und Gelenke, sogar für berührungsempfindliche Menschen.

LAGERUNG UND HÖHENREGULIERUNG

Es ist leicht, den TRAUMSCHWINGER auf Größe und Gewicht unterschiedlicher Personen anzupassen. Die Höhenregulierung lässt sich mit nur einem Handgriff realisieren und neue Sitz- und Liegepositionen werden im Handumdrehen eingestellt.
Der Transfer immobiler Personen in einen TRAUMSCHWINGER ist für einen Betreuer mit Hilfe eines Lifters möglich. Die Lagerung im Hängestuhl erfolgt von vorne, Körperhaltungen können leicht korrigiert werden, Betreuer werden so körperlich entlastet.

 

FÖRDERUNG

Ob alleine oder zu zweit: Der TRAUMSCHWINGER ermöglicht jederzeit eine sichere ergonomische Sitz- und Liegeposition, ohne für eine Körper entspannte Lagerung weitere Fixierungen vornehmen zu müssen. Mit dem TRAUMSCHWINGER werden motorische Fähig– und Fertigkeiten wie Beweglichkeit, Gleichgewichtssinn und Gelenkigkeit gefördert. Menschen mit Behinderungen lernen eine für sie ungewöhnliche Form der Körperwahrnehmung und Kommunikation kennen.

Mitarbeiter der Paulinenschule Paderborn (LWL-Förderschule) über Ihre Erfahrungen mit dem Traumschwinger

Erfahrungsbericht zu den Traumschwingern von Mitarbeitern der Paulinenschule Paderborn, LWL Förderschule, Schwerpunkt Sehen

 

Der Traumschwinger XXL wurde uns für einen Zeitraum von fünf Wochen vor den Weihnachtsferien probeweise zur Verfügung gestellt. Die vier Klassen des Flures
einigten sich darauf, für ein intensives Ausprobieren die Schaukel jeweils für eine Woche exklusiv zu nutzen. Manche entschieden sich daraufhin, sie gleich im Klassenoder Gruppenraum aufzuhängen, um sie besser/öfter einsetzen und beaufsichtigen zu können.
In unserer Klasse (7 SchülerInnen mit schwersten Behinderungen) haben wir die ganze Woche zur „Schaukelwoche“ erklärt und neben dem Traumschwinger auch Hängematte, Sitzschaukel, Brettschaukel u.ä. eingesetzt. So haben wir die Schaukel sowohl im  Gruppenunterricht als auch in Einzelfördersituationen – und in Pausen – genutzt.
Dabei ergab sich der Einsatz des Traumschwingers auf zwei Weisen:


1. Die Schaukel als Schaukel
Im Sinne der Förderung der vestibulären Wahrnehmung konnten alle SchülerInnen die Schaukel ausprobieren. Aufgrund der Beschaffenheit des Stoffes schließt er sich eng um den Körper und lässt so die Körpergrenzen deutlich spüren, was manchen einerseits hilft, zur Ruhe zu kommen, und andererseits jede Bewegung spürbar werden lässt. Außerdem übernimmt die Schaukel schon sehr leichte Bewegungen und setzt sie in
Schwingung oder Drehung um, so dass auch motorisch weniger aktive SchülerInnen sich als eigenaktiv erleben können und eine Rückmeldung für ihr Tun erfahren.
Gleichzeitig konnten wir feststellen, dass in dieser Schaukel für unsere SchülerInnen eine sichere Sitz- und Liegeposition sowohl allein als auch zu zweit (S+S; S+L) möglich war, ohne weitere Fixierungen vornehmen zu müssen. Es reichte oft, den Stoff am Fußende über die Holme zu streifen. Auf diese Weise haben wir den Traumschwinger in Pausensituationen und z.B. in Bewegungserziehung eingesetzt.
Aus Berichten einer anderen Klasse wissen wir, dass sie ihn so in einer Einheit als kleines „Flugzeug“ genutzt haben, mit dem verschiedene Flugmanöver (Rechtskurve,
Linkskurve, Steilflug, Gleiten, Trudeln, Luftlöcher) durchgeführt wurden.


2. Die Schaukel als Lagerungsmöglichkeit
Im Sinne eines Hilfsmittels zur körperentspannten Lagerung haben wir den Traumschwinger zum Beispiel in der Sehförderung (Low-Vision-Förderung) eingesetzt.
Dabei wurde zuerst (schon beim Aufhängen der Schaukel) ein großer Stoff wie ein Zelt oder Himmel an der Aufhängung angebracht, so dass die SchülerInnen darin abgeschirmt und im Halbdunkel lagen.
In dieser Einheit befinden sich Lehrerin und Schüler in der Schaukel, spüren sowohl ihre eigenen Körpergrenzen als auch den Körper des anderen. Beim Schüler erreicht man durch leichtes Wiegen und Schaukeln eine Entspannung, so dass er allmählich zur Ruhe kommt.
Nun ist eine Konzentration auf andere Wahrnehmungsbereiche, in diesem Fall das Sehen
möglich. Durch die gemeinsame Lagerung im Traumschwinger merkt die Lehrerin gut, wann der Schüler eine Pause braucht und kann den Wechsel von Aktivität (Lampen anschalten, schauen) und Entspannung (zurücklehnen, schaukeln) individuell gestalten.


3. Beurteilung und Anregungen
GRÖSSE
– Traumschwinger XXL ist gut für eine (gemeinsame) Lagerung von S; S+S; S+L geeignet (bis zu einem gewissen Alter, in unserem Beispiel Vor- und Unterstufen)
MATERIAL
– sehr angenehm, weich
– durch die Grobmaschigkeit lichtdurchlässig, ermöglicht Durchschauen und Teilhabe am äußeren Geschehen. […]
– gut waschbar in normaler Waschmaschine
– ACHTUNG: bei Kindern, die viel speicheln, ist das Unterlegen eines doppellagigen Tuches hilfreich, am besten eines mit Zipfeln oder Bändern; ein einfaches
Handtuch verrutscht durch die Bewegung Handhabung
– durch die angenehmen Materialien relativ hohes Gewicht
– wenn die Schaukel einmal hängt und aufgespannt ist, unkomplizierte Handhabung ohne extra Knoten, Scharniere oder Haken
– zum Aufbau bzw. zum Lagern manches Schülers sind bis zu drei Personen erforderlich
– Lagerung mithilfe eines mobilen Lifters möglich
– flexibel in der Einstellung zum Sitzen (auch mit Füßen auf dem Boden) oder Liegen, je nach den motorischen Möglichkeiten der SchülerInnen und je nach Ziel
– einfache Höhenverstellbarkeit
ACHTUNG: die Seile zur Höhenverstellung evtl. etwas länger machen, da die Schaukel im Einsatz oft niedrig hängt und die Seile dann schlecht zu erreichen sind.
ACHTUNG: Nützlich wäre es, wenn die Schaukel insgesamt nach oben/ unter die Decke gezogen werden könnte, da sie meist zu weit von einer Wand weg angebracht bzw. zu schwer ist, um sie einfach seitlich wegzuhängen. Sie kann nicht überall ständig hängen.


Susanne Cleve, Christina Hans, Britta Woelki

Christine Meier, Physiotherapeutin in einem Förderzentrum für körperliche und motorische Entwicklung

Erfahrungsbericht zu den Traumschwingern von Mitarbeitern der Paulinenschule Paderborn, LWL Förderschule, Schwerpunkt Sehen

 

Der Traumschwinger XXL wurde uns für einen Zeitraum von fünf Wochen vor den Weihnachtsferien probeweise zur Verfügung gestellt. Die vier Klassen des Flures
einigten sich darauf, für ein intensives Ausprobieren die Schaukel jeweils für eine Woche exklusiv zu nutzen. Manche entschieden sich daraufhin, sie gleich im Klassenoder Gruppenraum aufzuhängen, um sie besser/öfter einsetzen und beaufsichtigen zu können.
In unserer Klasse (7 SchülerInnen mit schwersten Behinderungen) haben wir die ganze Woche zur „Schaukelwoche“ erklärt und neben dem Traumschwinger auch Hängematte, Sitzschaukel, Brettschaukel u.ä. eingesetzt. So haben wir die Schaukel sowohl im  Gruppenunterricht als auch in Einzelfördersituationen – und in Pausen – genutzt.
Dabei ergab sich der Einsatz des Traumschwingers auf zwei Weisen:


1. Die Schaukel als Schaukel
Im Sinne der Förderung der vestibulären Wahrnehmung konnten alle SchülerInnen die Schaukel ausprobieren. Aufgrund der Beschaffenheit des Stoffes schließt er sich eng um den Körper und lässt so die Körpergrenzen deutlich spüren, was manchen einerseits hilft, zur Ruhe zu kommen, und andererseits jede Bewegung spürbar werden lässt. Außerdem übernimmt die Schaukel schon sehr leichte Bewegungen und setzt sie in
Schwingung oder Drehung um, so dass auch motorisch weniger aktive SchülerInnen sich als eigenaktiv erleben können und eine Rückmeldung für ihr Tun erfahren.
Gleichzeitig konnten wir feststellen, dass in dieser Schaukel für unsere SchülerInnen eine sichere Sitz- und Liegeposition sowohl allein als auch zu zweit (S+S; S+L) möglich war, ohne weitere Fixierungen vornehmen zu müssen. Es reichte oft, den Stoff am Fußende über die Holme zu streifen. Auf diese Weise haben wir den Traumschwinger in Pausensituationen und z.B. in Bewegungserziehung eingesetzt.
Aus Berichten einer anderen Klasse wissen wir, dass sie ihn so in einer Einheit als kleines „Flugzeug“ genutzt haben, mit dem verschiedene Flugmanöver (Rechtskurve,
Linkskurve, Steilflug, Gleiten, Trudeln, Luftlöcher) durchgeführt wurden.


2. Die Schaukel als Lagerungsmöglichkeit
Im Sinne eines Hilfsmittels zur körperentspannten Lagerung haben wir den Traumschwinger zum Beispiel in der Sehförderung (Low-Vision-Förderung) eingesetzt.
Dabei wurde zuerst (schon beim Aufhängen der Schaukel) ein großer Stoff wie ein Zelt oder Himmel an der Aufhängung angebracht, so dass die SchülerInnen darin abgeschirmt und im Halbdunkel lagen.
In dieser Einheit befinden sich Lehrerin und Schüler in der Schaukel, spüren sowohl ihre eigenen Körpergrenzen als auch den Körper des anderen. Beim Schüler erreicht man durch leichtes Wiegen und Schaukeln eine Entspannung, so dass er allmählich zur Ruhe kommt.
Nun ist eine Konzentration auf andere Wahrnehmungsbereiche, in diesem Fall das Sehen
möglich. Durch die gemeinsame Lagerung im Traumschwinger merkt die Lehrerin gut, wann der Schüler eine Pause braucht und kann den Wechsel von Aktivität (Lampen anschalten, schauen) und Entspannung (zurücklehnen, schaukeln) individuell gestalten.


3. Beurteilung und Anregungen
GRÖSSE
– Traumschwinger XXL ist gut für eine (gemeinsame) Lagerung von S; S+S; S+L geeignet (bis zu einem gewissen Alter, in unserem Beispiel Vor- und Unterstufen)
MATERIAL
– sehr angenehm, weich
– durch die Grobmaschigkeit lichtdurchlässig, ermöglicht Durchschauen und Teilhabe am äußeren Geschehen. […]
– gut waschbar in normaler Waschmaschine
– ACHTUNG: bei Kindern, die viel speicheln, ist das Unterlegen eines doppellagigen Tuches hilfreich, am besten eines mit Zipfeln oder Bändern; ein einfaches
Handtuch verrutscht durch die Bewegung Handhabung
– durch die angenehmen Materialien relativ hohes Gewicht
– wenn die Schaukel einmal hängt und aufgespannt ist, unkomplizierte Handhabung ohne extra Knoten, Scharniere oder Haken
– zum Aufbau bzw. zum Lagern manches Schülers sind bis zu drei Personen erforderlich
– Lagerung mithilfe eines mobilen Lifters möglich
– flexibel in der Einstellung zum Sitzen (auch mit Füßen auf dem Boden) oder Liegen, je nach den motorischen Möglichkeiten der SchülerInnen und je nach Ziel
– einfache Höhenverstellbarkeit
ACHTUNG: die Seile zur Höhenverstellung evtl. etwas länger machen, da die Schaukel im Einsatz oft niedrig hängt und die Seile dann schlecht zu erreichen sind.
ACHTUNG: Nützlich wäre es, wenn die Schaukel insgesamt nach oben/ unter die Decke gezogen werden könnte, da sie meist zu weit von einer Wand weg angebracht bzw. zu schwer ist, um sie einfach seitlich wegzuhängen. Sie kann nicht überall ständig hängen.


Susanne Cleve, Christina Hans, Britta Woelki

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